Frästisch für die Mafell Erika

Bau: Januar 2012

Einleitung

Nachfolgend zeige ich den Bau eines Frästisches, der in die Tischverbreiterung der Mafell Erika integriert ist. Mein erstes Projekt zum Erika-Tuning war dieser Stichsägetisch. Ihm folgt nun der Frästisch. Er soll in diese Lücke montiert werden können:

Mefell Erika mit Tischverbreiterung
Die Tischverbreiterung der Mafell Erika bietet sich an, um Erweiterungen aufzunehmen.

Hier die wichtigsten Eigenschaften des Frästisches:

  • Die Fräser können von oben gewechselt werden.
  • Der Tisch besitzt eine Fräshöheneinstellung, die von oben zugänglich ist und schnell und präzise ist.
  • Der Fräsanschlag kann links oder rechts von der Oberfräse montiert werden.
  • Der Fräsanschlag besitzt eine Feineinstellung (vom Parallelanschlag der Erika).
  • Die Fräsplatte kann zur leichteren Montage/Demontage der Oberfräse aus dem Frästisch werkzeuglos herausgenommen werden.
  • Es kann eine Fräshaube montiert werden.
  • Die Anschlagbacken sind aus Aluminium und verfügen über Nuten zum Befestigen von weiteren Anschlägen oder Anpressvorrichtungen.
  • Der Längsanschlag der Erika kann genutzt werden (natürlich nur wenn sich der Fräsanschlag rechts von der Oberfräse befindet).

Als Oberfräse kommt die Festool OF 1400 EBQ zum Einsatz.

Der Bau

Tischplatte

Zur Befestigung der Oberfräse habe ich mir eine Fräsplatte ausgesucht, bei der mir neben der Stabilität zwei weitere Eigenschaften besonders wichtig waren:

  • Die Platte sollte groß genug sein, um neben der Oberfräse auch noch eine Höhenverstellung direkt auf der Platte unterzubringen.
  • Die Fräseröffnung sollte so groß sein, dass man von oben an die Spannzange zum Fräserwechsel herankommen kann.

Und so sieht die Platte aus:

Fräsplatte
Fräsplatte zur Befestigung der Oberfräse

Die zwei Einlegeringe erlauben Fräseröffnungen von 31, 68 und 98 mm Durchmesser. Die Niveauregulierung erfolgt über Madenschrauben. Unter den Madenschrauben werden starke Magnete in die Tischplatte eingelassen, auf denen die Madenschrauben dann aufliegen. Die Platte ist aus Aluminium und 6 mm dick.

Als Höheneinstellung für die Oberfräse habe ich einfach die vom Festool Fräsmodul CMS-OF verwendet. Die Teile wurden über den Ersatzteil-Service von Festool besorgt, die Fräshaube wurde gleich mitbestellt:

Einzelteile Höheneinstellung
Die Einzelteile der Höheneinstellung vom Fräsmodul CMS-OF.

Trockenübung: Oberfräse und Höheneinstellung passen tatsächlich auf die Platte.

Platzierung der Oberfräse auf der Platte mit Höheneinstellung
Testweise Platzierung der Oberfräse auf der Platte mit Höheneinstellung

Dann kann es ja mit dem Bohren losgehen:

Platte Bohrungen angezeichnet Platte bohren

Die Oberfräse wird über zwei Schrauben mit der Fräsplatte verbunden.

Vom Bau der Tischplatte habe ich keine Bilder, aber im Prinzip ist sie identisch zu der des Stichsägetisches. Ich habe leider nur eine 21 mm starke Siebdruckplatte bekommen, ein paar Millimeter mehr wären mir lieber gewesen. Die Tischplatte sitzt aber sehr stabil in der Tischverbreiterung der Erika, so dass dies kein wirkliches Problem ist. Zur Not könnte man sie auch noch verstärken.

Die Aussparung für die Fräsplatte ist mittels 30 mm Kopierring und 10 mm Nutfräser hergestellt worden. Als Frässchablone habe ich einfach schmale Holzbrettchen mit doppelseitigem Klebeband auf der Tischplatte befestigt. Das hat schon beim Stichsägetisch sehr gut funktioniert. Diesmal leider nicht so ganz. Vermutlich habe ich ein Brettchen nicht fest angedrückt. Beim ersten Fräsdurchgang ist mir dieses dann leicht verrutscht. Im vierten Bild sieht man in der oberen Kante eine kleine Aussparung, da ist es passiert. Zum Glück habe ich im ersten Durchgang nicht mal einen Millimeter weggefräst, so dass der Schaden nur oberflächlich ist. Wieder etwas gelernt. Lieber mehr Zeit in eine vernünftige Schablone investieren, als eine schnelle Bastellösung.

Fräsung der Aussparung für die Fräsplatte Fräsung der Aussparung für die Fräsplatte
Fräsung der Aussparung für die Fräsplatte Fräsung der Aussparung für die Fräsplatte

Der Rest wurde mit der Stichsäge ausgesägt.

Modul in Erika eingesetzt

Und noch die letzten Unebenheiten mit einem kleinen Grundhobel beseitigen:

Aushobeln des Steges

Der Steg ist um ca. 5/10 Millimeter tiefer als die Fräsplatte dick ist. Über die Madenschrauben der Fräsplatte kann diese um bis zu mehrere Millimeter angehoben und so eingestellt werden, dass sie bündig mit der Tischoberseite abschließt.

Im Bereich des Sockels der Höheneinstellung muss vom Steg noch ein klein wenig weggenommen werden:

Einpassen der Fräsplatte

Die Fräsplatte kann mit montierter Oberfräse und Höheneinstellung eingesetzt bzw. entnommen werden. Das hat den Vorteil, dass man die Oberfräse bequem an die herausgenommene Fräsplatte montieren kann, man muss dazu nicht unterm Tisch herumhantieren.

Einsetzen der Fräsplatte in das Modul Fräsplatte im Modul
Oberfräse auf Fräsplatte, Ansicht von unten

So wie die Fräsplatte im nachfolgenden Bild eingesetzt ist, sollte sich der Fräsanschlag links befinden, damit die Höheneinstellung zugänglich ist und nicht vom Fräsanschlag verdeckt wird. Man kann die Fräsplatte auch anders herum einsetzen, wenn man den Fräsanschlag auf der rechten Seite haben möchte. Hier ist man also flexibel.

Kurbel für Höheneinstellung auf der rechten Seite

Kurbel, kurbel, die Fräshöheneinstellung funktioniert super. Auch klasse, man kommt zum Fräserwechsel gut an die Spannzange heran:

Fräserwechsel von oben

Die Befestigung der Fräsplatte ist aber noch nicht fertig. Es müssen noch die Magnete in die Tischplatte eingelassen werden und – dazu gleich mehr – die Fräsplatte muss noch befestigt werden. Zunächst zu den Magneten:

Magnete für Fräsplatte Magnete für Fräsplatte
Magnete für Fräsplatte

Mittels der Madenschrauben kann jetzt die Fräsplatte exakt auf die Oberkante der Tischplatte ausgerichtet werden:

Ausrichtung der Fräsplatte über Madenschrauben

Die Platte soll wohl von den vier starken Magneten unter den Madenschrauben gehalten werden. Oder welchen Sinn haben sonst diese Magnete? Eine Bedienungsanleitung lag leider nicht bei, oder ich habe sie nicht gefunden. Die Fräsplatte habe ich in England bestellt weil in Deutschland diese Platten häufig nur schwer erhältlich sind (verblüffend, sie kam am zweiten Tag nach der Bestellung schon bei mir an). Im Prinzip könnte man sie auch in Deutschland kaufen, falls sie gerade lieferbar ist. In der dortigen Bedienungsanleitung wird die Fräsplatte zusätzlich verschraubt. Die Fräsplatte hat dazu aber in Deutschland auch entsprechende Löcher in den Ecken vorgesehen. Die „englische“ Version von mir jedoch nicht.

Die Aussparung für die Fräsplatte habe ich zunächst so bemessen, dass die Fräsplatte streng sitzt. Horizontal ließ sie sich also nicht bewegen. In diese Richtung würden die Magnete auch nicht halten. Hätte die Platte horizontal Spiel, so würde sie sich beim Fräsen trotz der Magnete hin- und herbewegen, was nun wirklich nicht gut wäre. Hebt man die Platte an, braucht man aber schon einiges an Kraft, um sie von den Magneten wegzubringen.

Obwohl dies einen stabilen Eindruck macht und die Platte eigentlich fest sitzt, habe ich hier eine Änderung vorgenommen und die Platte zusätzlich verschraubt. Aus zwei Gründen:

  • Ich hatte einfach kein gutes Gefühl dabei, wenn die Fräsplatte nicht absolut fest mit dem Tisch verbunden ist. Sollte sich mal der Fräser irgendwie irgendwo fressen und sich die Fräsplatte lösen, bestünde eine erhebliche Verletzungsgefahr.
  • Wenn die Siebdruckplatte wegen Schwankungen in der Luftfeuchte arbeiten sollte – wenn auch nur sehr gering – und die Fräsplatte hätte kein Spiel, würde sich etwas verformen; Tischplatte oder Fräsplatte oder beides…

Ich habe daher die Aussparung etwas vergrößert, so dass die Fräsplatte im Tisch etwas Spiel hat und die Fräsplatte am Tisch über M4-Senkkopfschrauben befestigt. Flügelmuttern erlauben das Lösen bzw. Festziehen ohne Werkzeug. Man kann die Fräsplatte zwar nicht so einfach entfernen wie im Zustand ohne Schrauben, aber Sicherheit geht hier vor. Die Bilder sind noch ohne diese Schrauben.

Fräsanschlag

Als nächstes wurde der Fräsanschlag gebaut. Ich hatte das Vergnügen, ihn zweimal bauen zu „dürfen“. Beim ersten Mal habe ich versucht, die Verbindungen mit Leim und Schrauben herzustellen. Also Leim aufgeben und dann gleich fest verschrauben. Durch die feste Verschraubung ist das Korrigieren des Winkels aber nur mit brachialer Gewalt durch sehr fest zugedrehte Zwingen zu bewerkstelligen. Das gefiel mir nicht so ganz.
Also habe ich noch einen Versuch gestartet, diesmal mit Lamellos. Hier war das Ausrichtung des Anschlagwinkels durch Zwingen schon leichter möglich. Das ging sehr gut und sehr präzise. Aber eines nach dem anderen…

Beim Ausschneiden der Aussparungen in der Bodenplatte und im Anschlag kam zum ersten Mal der Stichsägetisch so richtig zum Einsatz.

Anschlag Aussparung Bodenplatte und Anschlag Anschlag Aussparung Bodenplatte und Anschlag ausschneiden
Anschlag Aussparung Bodenplatte und Anschlag ausschneiden

Die Nuten für die Lamellos werden hergestellt:

Nuten mit Lamello

Vor dem Verleimen alles probeweise zusammenzubauen hilft, unangenehme Überraschungen während des Leimens zu vermeiden:

Anschlag probeweise zusammengesetzt

Hier werden Bodenplatte und Anschlag verleimt. Über die Presskraft und Position der Zwingen läßt sich der Winkel zwischen den beiden Brettern sehr gut einstellen. Eine helle Lichtquelle – hier eine Stirnlampe – hilft, Ungenauigkeiten zu erkennen (Lichtspalttest).

Verleimen von Bodenplatte und Anschlag Lichtspalttest

Die Anschlagbacken habe ich aus einem ein Meter langen Aluminiumprofil zugeschnitten, das es recht günstig zu kaufen gibt. Es hat genügend Nuten, um alles Mögliche an allen möglichen Positionen zu befestigen. Es hat aber auch zwei Nachteile:

  • Man braucht spezielle Nutsteine. Der Sechskantkopf einer M6-Schraube oder eine M6-Mutter passen leider nicht.
  • Auch in dem Bereich, in dem typischerweise das zu fräsende Werkstück an den Anschlagbacken anliegt, verlaufen ein, zwei Nuten. Das ist an sich kein Problem. Aber je nachdem welches Profil man fräst, könnte es sein, dass das verbleibende Material genau in so eine Nut passt. Das Werkstück würde dann nicht mehr von der hinteren Anschlagbacke geführt.

Anschlagbacken

Eine erste Kontrolle, ob die Anschlagbacken passen. Hier sind sie noch provisorisch mit Zwingen fixiert.

Kontrolle der Rechtwinkligkeit der Anschlagbacken Kontrolle der Rechtwinkligkeit der Anschlagbacken

Paßt, damit kann man wirklich leben.

Hier sieht man einen Nutstein. Pro Anschlagbacke habe ich zwei Befestigungspunkte vorgesehen. Auf dem Bildern ist nur jeweils einer zusehen, da mir gerade die Sternknöpfe ausgegangen waren.

Montage der Anschlagbacken Montage der Anschlagbacken

Hier sieht man die Klappe für die Staubabsaugung:

Klappe Staubabsaugung

Das Loch für den Schlauch fehlt noch. Das sind genau die Arten von Arbeiten, bei denen ich mir schon so oft einen Stichsägetisch gewünscht hatte. Aber jetzt habe ich ja einen ;-). Diesmal ist er an der Werkbank montiert:

Klappe für Staubabsaugung Klappe für Staubabsaugung
Klappe für Staubabsaugung Klappe für Staubabsaugung mit Saugschlauch

Den Fräsanschlag habe ich am Parallelanschlag der Erika befestigt. Dessen Feineinstellung kann so auch für den Fräsanschlag genutzt werden. Die beiden Leisten, über die der Fräsanschlag am Parallelanschlag befestigt wird, sind leicht schräg gestellt, so dass der Fräsanschlag flächig gegen den Tisch gedrückt wird.

Befestigung Fräsanschlag am Parallelanschlag der Erika Befestigung Fräsanschlag am Parallelanschlag der Erika
Befestigung Fräsanschlag am Parallelanschlag der Erika

Ein wichtiges Sicherheitselement bei einem Frästisch ist der Nullspannungsschalter (Sicherheitsschalter). Er verhindert das selbsttätige Wiederanlaufen des Fräsers nach einem Stromausfall. Neben dem Plus an Sicherheit bietet so ein Schalter zudem mehr Komfort, weil man zum Ein-/Ausschalten der Oberfräse nicht den schwerer zugänglichen Schalter an der Oberfräse betätigen muss.

Befestigung Nullspannungsschalter Befestigung Nullspannungsschalter

Tischplatte und Fräsanschlag sind fertig. Jetzt kann alles zusammengesetzt werden. Zunächst die Tischplatte einsetzen:

Fräsmodul in Erika einsetzen

Dann die Tischverbreiterung der Erika einsetzen:

Fräsmodul in Erika einsetzen, Tischverbreiterung einschieben

Alles festschrauben:

Fräsmodul in Erika einsetzen

Fräsplatte mit montierter Oberfräse und Höheneinstellung einsetzen:

Einsetzen der Fräsplatte in das Modul Fräsplatte eingesetzt in Fräsmodul

Noch den Fräsanschlag montieren und der Mafell-Festool-Frästisch ist einsatzbereit:

Fräsanschlag montieren Fräser einsetzen
Ansicht von unten, Nullspannungsschalter

Fräshaube

Wie eingangs schon erwähnt, habe ich mir Fräshaube inkl. Absaugstutzen vom Festool-Ersatzteilservice besorgt. Die Anschlagleiste baute ich mir aus Bucheresten aber selber. Warum ich die Anschlagleiste nicht gleich mitbestellt habe? Ganz einfach, ich wollte unbedingt nochmal mit dem Stichsägetisch etwas machen 😉

Bau der Anschlagleiste für Fräshaube, Stichsäge Bau der Anschlagleiste für Fräshaube, Stichsäge
Bau der Anschlagleiste für Fräshaube Bau der Anschlagleiste für Fräshaube, Schlitzen für Halterohr
Bau der Anschlagleiste für Fräshaube Bau der Anschlagleiste für Fräshaube
Anschlagleiste für Fräshaube montiert, Nahaufnahme

Sicherheit

Ich möchte noch ein paar Worte bezüglich Sicherheit verlieren.

Falls jemand einen Frästisch baut, muss er sich natürlich selber erkundigen, wie man einen Frästisch so baut, dass er dem aktuellen Stand der Technik bezüglich Arbeitssicherheit entspricht. Und natürlich wie man damit sicher arbeitet.
Dazu gehört unter anderem der Nullspannungsschalter und auch, dass alle Teile so befestigt sein müssen, dass sie sich nicht während der Fräsarbeiten lösen können (ich habe wie oben erwähnt deshalb die Fräsplatte mit der Tischplatte verschraubt). Das ist alles im Detail aus offen zugänglichen Quellen in Erfahrung zu bringen (z.B. bei der zuständigen Berufsgenossenschaft). Darum, und weil ich nicht das Fachwissen dazu habe, gehe ich hier nicht näher auf das allgemeine Thema Sicherheit beim Frästisch ein.

Auf ein spezielles Sicherheitsrisiko möchte ich aber eingehen, da es nur im Zusammenhang damit entsteht, dass beide Maschinen, die Oberfräse und die Tischkreissäge, getrennt von einander eingeschaltet werden können: Man kann den Einschalter verwechseln und so die falsche Maschine einschalten. Dieses Risiko und die daraus resultierende Verletzungsgefahr läßt sich durch folgende Maßnahmen verringern bzw. ausschließen:

  • Eine große räumliche Trennung der beiden Ein-/Ausschalter würde das Risiko einer Verwechslung deutlich reduzieren. So wie ich den Nullspannungsschalter plaziert habe ist das kein Vorbild.
  • Immer nur eine Maschine an das Stromnetz anschließen. Das ergibt sich bei mir zwangsläufig, weil ich beide Maschinen über einen Werkstattsauger betreibe, der nur einen Netzanschluß bietet. Die Kabel der Maschinen reichen außerdem nicht bis zu einer Wandsteckdose. Es ist also nur eine Steckdose verfügbar.
  • Was man ohnehin machen sollte, egal ob ein Frästisch in eine Tischkreissäge montiert ist oder nicht: Der Tisch soll frei bleiben. Er darf nicht als Ablegestelle für alles Mögliche genutzt werden. Hält man sich daran, fliegen einem auch nicht Schraubenzieher, Stemmeisen, Eisenhobel oder Werkstücke entgegen, wenn man – wie und warum auch immer – doch mal den verkehrten Einschalter erwischt.
  • Auch das gilt immer, egal ob mit oder ohne Oberfräse in der Tischkreissäge, aber hier besonders: Andere Personen haben im Gefahrenbereich (Sägeblatt, Fräse) nichts zu suchen.

Das Ergebnis

So harmonisch nimmt Mafell Festool auf 😉

Fräsmodul in Erika montiert Fräsmodul in Erika montiert

Zum Frästisch selber kann man eigentlich nicht viel sagen. Er ist flexibel einsetzbar, stabil, im Winkel und ausreichend groß. Somit kann man damit alles machen, was ein Hobbyschreiner typischerweise mit einem Frästisch eben macht.

Entfernt man den Fräsanschlag, hat man die gesamte Tischfläche wieder für die Erika zur Verfügung. Der Frästisch selber kann eingebaut bleiben. Ein Wechsel zwischen Säge und Fräse ist so ganz einfach und schnell möglich.

Was mir noch fehlt sind Niederhalter und Anschläge. Diese werde ich mir bei Bedarf selber bauen und ggf. dann hier darüber berichten.

Einen Längsanschlag im Frästisch habe ich bisher noch nie gebraucht. Falls in Zukunft doch mal, hätte ich folgende Möglichkeiten:

  • Eine Nut in den Frästisch einlassen, um einen Anschlag darin führen zu können. Ich habe dazu rechts von der Fräsplatte extra Platz gelassen, um bei Bedarf eine Nut nachträglich anbringen zu können.
  • Einfach den Längsanschlag der Erika benutzen. Ob das stabil genug ist wird sich zeigen, da das Werkstück vom Schiebeschlitten doch recht weit entfernt ist.
  • Ein breites Brett entlang der vorderen Anschlagbacke führen, an dem das eigentliche Werkstück anliegt.

Es bleibt also Raum für Erweiterungen…

 

46 Gedanken zu „Frästisch für die Mafell Erika“

  1. Hallo Christian,
    Glückwunsch zu dem Frästisch. Great Job!
    Genau den Gedanken hatte ich auch schon mit der Höhenverstellung vom CMS-OB Modul von Festool. Leider kann man die ja Einzeln nicht kaufen. Jetzt bin ich deinem Rat gefolgt, und wollte mir die Ersatzteile zusammenstellen. Aber im Katalog finde ich die Teile der Höhenverstellung nur teilweise. Kannst du mir weiterhelfen?
    Weiterhin würde ich mich freuen wenn du mir einen Tip zur Bezugsquelle deiner Alu-Platte geben könntest. Vielleicht auch die Maße deiner Platte? Ich möchte eine Festool OB 2200 einbauen. Müsste ja auch möglich sein.

    Danke im voraus

    Gruß Jörg

  2. Hallo Christian,
    super Beschreibung, genau was ich gesucht habe, vielen Dank dafür! Ich habe nämlich auch eine OF 1400 und den Wunsch nach einem selbstgebauten Frästisch in Anlehnung an Guido Henns Modell.
    Eine Frage habe ich schon mal: wie mir scheint, hast du die Gleitsohle der OF nicht abgemacht und daher nur mit 2 Schrauben die OF an der Platte befestigt. Ist das ausreichend? Es sind ja immerhin nur 2 M6 Schrauben (wenn ich mich recht erinnere), die aus unerfindlichen Gründen nicht symmetrisch zur Mitte angeordnet sind. Die 6 Schrauben unter der Gleitsohle würden mehr halten, aber das sind noch dünnere (M5?). Wie sind deine Erfahrungen mit der 2-Punkt-Befestigung?

    1. Hallo Robert,
      die Gleitsohle habe ich, wie du richtig beobachtet hast, nicht demontiert. Die Oberfräse ist mit den zwei M6-Schrauben mit der Grundplatte fest verbunden, da wackelt bzw. verwindet sich nichts. Ich habe bisher keine schlechten Erfahrungen mit dieser Befestigung gemacht.
      Viele Grüße
      Christian

  3. Hallo Christian,
    sieht sehr schön aus, die Mafell-Festool-Kombi.
    Würdest Du mir den Gefallen tun und die Teilenummern der Höheneinstellung posten?
    Besten Dank für Deine Mühen! Gruß, Thomas

  4. Hallo Christian,
    Dein Bericht ist absolut super und ich bin derzeit am planen wie ich meine zukünftige Erika noch verbessern kann.
    Ich wechsele vom Basis System ins Mafell Lager und würde gerne Deine Ideen mit einfließen lassen.
    Weist Du noch die Teile, die Du für den „Lift“ bestellt hast?

    Danke und Grüße Alex

  5. Hallo Christian,
    super gemacht!
    Da auch ich diese Maschinenkombination verwenden möchte, würde ich mich ebenfalls über die Teilenummern freuen. Sage mal, was für Aluschienen hast Du denn für den Seitenanschlag verwendet?
    Vielen Dank im Voraus.
    Gruß Marcus

    1. Hallo Marcus,

      die Teileliste habe ich dir gerade per Email geschickt. Zu deiner Frage zum Anschlag. Das Aluprofil habe ich von SMT-Montagetechnik inklusive passender Nutsteine bezogen. Die genaue Produktbezeichnung lautet „Profil 6 120×30 Leicht“. Das Profil hat vorne und hinten Nuten, ist aber mit 30 mm fast etwas zu dick. Evtl. auch gut geeignet weil schmäler wäre das „Profil 8 160×16“. Das hat allerdings nur auf der Rückseite Nuten, was zugleich Vor- und Nachteil sein kann. Vorteil wäre, dass das Werkstück in keine Nut fallen kann. Nachteil wäre, dass man zum Anbringen von Niederhaltern oder Ähnlichem etwas tricksen muss. Außerdem ist es mit 160 mm etwas hoch, aber notfalls könnte man es ja passend abschneiden.
      Suche einfach mal selber auf der Homepage herum, ob du für deine Zwecke etwas passendes findest.

      Viele Grüße
      Christian

  6. Hallo Christian,
    ich würde mir ebenfalls gerne so eine Erweiterung für meine Erika bauen. Deine Anleitung ist wirklich super und passt zu meinen Vorstellungen. Ebenso wie Alex würden mich die Teile für den Lift intersssieren. Kannst du mir diese Teileliste zukommen lassen ?
    Besten Dank Ralph

  7. Hallo Christian,

    einen super Job hast du da gemacht.
    Ich würde mich ebenfalls über die Liste freuen.
    Dann kann der Bau beginnen.

    Vielen Dank schon mal,

    Gruß
    Sebastian

  8. Hallo Christian,
    absolut genial Umsetzung!!
    Kannst du mir ebenfalls die Artikelnummern der Höhenverstellung zukommen lassen.
    Im Voraus schon mal vielen Dank .
    Gruß
    Roland

  9. Hallo Christian,

    ich arbeite auch mit der Erika.
    Dein Frästischbau ist sehr gut gelungen.
    Könntest Du mir bitte auch die Liste für die Teile (Aluplatte und Höhenverstellung) senden.

    Gruß aus Oberfranken
    Manfred

  10. Hallo Christian,

    Kompliment für den gelungenen Frästisch und Deiner Idee die Höhenverstellung zu integrieren.
    In meinen ersten Schritt würde ich gerne meine OF 900 mit der Höhenverstellung nutzen, später die OF1400 wegen der 12er Spannzange.
    Würdest Du mir ebenfalls netterweise die Teileliste schicken ?

    Herzlichen Dank für Deine Mühe.
    Andreas

  11. Hallo Christian,

    Dein Projekt ist ja ein echter Renner! Deshalb möchte ich Dich freundlich auch um die Teileliste bitten. Wo her hast Du den Nullspannungsschalter bezogen? Hast Du dafür eventuell auch noch einen Lieferanten und eine Bestellnummer?
    Für Deine Mühe herzlichen Dank im Voraus.

    Viele Grüße

    Michael

  12. Ich hab dieselbe Grundplatte, allerdings hängt bei mir die OF 2200 dran, würde da die Höhenverstellung auch passen?

    Über die Bestell-Liste würd ich mich dann auch freuen 🙂

    Vielen Dank

    1. Die hier vorgestellte Höhenverstellung passt so nur für die OF 1400, nicht aber für die 2200er. Die Teileliste ging per Email an dich.
      Viele Grüße
      Christian

  13. Hallo Christian
    Ich möchte Dir für die Idee, zu diesem Frästisch und zur Umsetzung derselben, recht herzlich gratulieren. Da auch ich davon ganz begeistert bin, möchte ich Dich bitten, mir die Teileliste für den Oberfräsenlift , der Einlegeplatte sowie des Nullspannungschalters zu schicken.
    LG aus Österreich Hannes

  14. Hallo,
    ein tolles Teil das du gebaut hast. Ich bin auch gerade am Bau eines Frästisches für meine OF 1400.
    Wenn du mir die Teileliste für den Lift durchgeben könntest , würde ich mich sehr freuen.

  15. Glatt vergessen,
    die Bezugsquelle und Bezeichnung für die Alu-Platte wäre auch gut zu wissen. Eventuell hast du noch die Maße für die Löcher?

  16. Hallo Christian, ich bin schwer beindruckt von dem Frästisch. So wie die alle vor mir, und wollte dich fragen ob es möglich ist einen Auszug der Liste zu bekommen? Das wäre ein sehr feiner zug, von dir. Viele Grüße T.M.

  17. Hallo Christian,echt super geworden
    ich bin auch gerade dabei meinen zu bauen.und bin auf der suche nach der Einlegeplatte die du auch verwendet hast,kann diese aber nicht wirklich finden könntest du mir eventuell deine Bezugsquelle mitteilen das wäre super hilfreich. !!!
    weiterhin gut Holz

  18. Hallo Christian, toller Frästisch !!! Genau so habe ich mir das auch vorgestellt. Bei mir soll er in die Bosch GTS. Ich finde auch nicht alle Teile im Festool-Service-Programm. Könnte ich auch die Liste bekommen? Mit freundlichen Grüßen Andy

  19. Hallo Christian,

    tolle Umsetzung des Projekts. Kannst Du mir die Bezugsquelle der Fräsplatte bzw. deren Bezeichnung nennen?
    Wenn Du mir ebenfalls die Festool Teileliste mitsenden könntest, wäre das toll.

    Danke und Grüße
    Jörg

  20. Hallo Christian,
    nach langem Suchen bin ich bei dir auf die genialste Verbindung von Frästisch mit der Erika gestoßen. Vielen Dank für die genaue Anleitung. Auch ich wäre nun an der Teileliste und der Bezugsquelle der Grundplatte interessiert. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank& Gruss

  21. Hallo Christian,
    cooler Tisch und tolle Dokumentation.
    Auch ich würde mich wahnsinnig über Deine Materialliste zum Lift freuen! Deine Alu Profile für den Anschlag hab ich schon gefunden.
    Ich baue meinen Frästisch gerade in 21mm Siebdruck, weil bei mir das meiste frei im Carport steht und auch überwintern muß. Als Grundfläche für den Frästisch habe ich die Lochplatte vom MFT kopiert, damit ich später mal die einzelnen Elemente koppeln kann. Meine Fräse ist auch die Festool 1400. Als Fräsplatten habe ich 8mm Plexi. Da werde ich mehrere herstellen, für die jeweiligen gängigen Fräsergrößen.
    Eine Schablone für den Ausschnitt der Fräsplatte habe ich beim Sautershop bestellt (€30,-). Bei plötzlichem Reichtum kann noch auf eine Fräsplatte aus Metall mit Reduzierringen upgraden und der Ausschnitt stimmt schonmal.
    Ich habe viele Entwürfe angeschaut und für meinen Tisch weitergeplant.
    Momentan überlege ich für den Lift Teile aus einem 80iger Jahre Fliesentisch zu bauen. Diese fiesen Tische die höhenverstellbar waren. Damit wäre eine Höheneinstellung von der Tischseite möglich.
    Mit dieser Schere zur Höheneinstellung verbrauche ich aber mehr Platz in der Tiefe als mit Deiner Lösung.
    Nun frage ich mich, ob die Drehkurbel vom Festool Lift durch meine 8mm Fräsplatten greifen oder ob der Verbindungsbolzen zu kurz sein wird.
    Am liebsten hätte ich die Fräse auch dreh- und kippbar zum Frästisch, aber das kommt in 10 Jahren mal.
    Grüße aus Plön bei Kiel,
    John Planti

  22. Hi Christian,

    auch ich bin sehr begeistert von deiner Lösung. Nachdem ich selber schon eine Weile grüble bzgl. Höhenverstellung und Grundplatte, würd ich mich sehr über Bezugsquellen und Teileliste freuen.
    Vielen Dank im Voraus & LG

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